Über das Projekt

Bochums Innenstadt verändert sich. Das Gleisdreieck wird durch ein Integriertes städtebauliches Entwicklungskonzept (ISEK) zukünftig zum kulturellen und wirtschaftlichen Mittelpunkt der Stadt und als gestärkter Hochschul- und Technologiestandort die gesamte Region bereichern. Die Stadt Bochum, die steg Stadterneuerungs- und Stadtentwicklungsgesellschaft NRW mbH und das Hamburger Büro für Stadtentwicklung und Partizipation urbanista laden herzlich dazu ein, im Rahmen von „Bo wird Bäm!“ Ideen zu entwickeln und aktiv bei dem ISEK mit zu planen.

Weitere Informationen gibt es hier:    Bo wird Bäm! Projektzeitung

Mitmachen beim ISEK

Um dem Wandel Ausdruck zu verleihen, braucht es Wissen, das nur vor Ort zu finden ist.
Deshalb gibt es in den kommenden Monaten für alle Interessierten die Möglichkeit, die Zukunft der Bochumer Innenstadt mitzugestalten – denn wohl kaum jemand kennt die Gegebenheiten, Bedarfe und Gewohnheiten besser als jene, die vor Ort wohnen, arbeiten oder ihre Freizeit verbringen. 

Zwischen dem 06. November 2018 und dem 4. Januar 2019 hatten Sie hier die Möglichkeit, Ihren Blick auf die Innenstadt zu teilen. Durch eine individuelle Kartierung der Innenstadt anhand der sechs Themenblöcke konnten den Planern persönliche Eindrücke der Innenstadt vermittelt und die kommenden Entwicklungen mit gestaltet werden. Die gesammelten Aussagen werden im Nachgang ausgewertet und für den weiteren Prozess genutzt. Über folgenden Link können Sie sich die einzelnen Beiträge anschauen.

Themenblöcke

Stadtbild & Image

Stadtbild und Image beeinflussen maßgeblich die Anziehungskraft der Bochumer Innenstadt. Die Bewohner haben als Alltagsnutzer häufig ein ganz eigenes Bild von ihrer Innenstadt und sehen über kleinere Defizite hinweg. Die Anziehung von externen Besuchern und Touristen kann allerdings nur gelingen, wenn das Stadtbild es schafft, atmosphärisch und visuell attraktiv zu sein. In der Regel wird dadurch auch das Image der Innenstadt positiv beeinflusst und gleichzeitig die Identität als Wohn- und Lebensstandort gestärkt.

STÄRKEN:

  • starke Imageprägung durch das Ausgehviertel Bermuda3Eck
  • Architekturhighlights aus jüngster Vergangenheit nehmen zu.

SCHWÄCHEN:

  • teilweise unattraktive Gestaltung der Ladenzonen und Erdgeschossbereiche im Einzelhandel
  • öffentliche Plätze in der Innenstadt sind nicht mehr zeitgemäß gestaltet
  • kaum wahrnehmbare historische/stadtbildprägende Gebäude – das Erscheinungsbild der Nachkriegszeit dominiert

INFO: Derzeit wird ein Handbuch mit Leitlinien für die Gestaltung von Werbeanlagen, Außengastronomie bis hin zur Fassadengestaltung erarbeitet. Mehr dazu finden Sie hier:
Infos zum Gestaltungshandbuch

Plätze & Freiräume

Städtische Plätze prägen in besonderem Maße den öffentlichen Raum und die Wahrnehmung, die Besucher von einer Innenstadt haben. Sie sind Treffpunkt, Verweil- und Veranstaltungsort. Sie dienen den ansässigen Händlern und Gastronomen, aber auch der Nachbarschaft als „verlängertes Geschäfts- und Wohnzimmer“. Grünräume haben darüber hinaus eine besondere Funktion als Erholungsraum / grüne Oase in der Stadt und begünstigen das Kleinklima. Grün in der Stadt ist mit Blick auf den Klimawandel und heißer werdende Sommer ein wichtiges Zukunftsthema für das Wohlfühlen in der Bochumer Innenstadt.

STÄRKEN:

  • mehrere Treffpunkte auf Plätzen als Auftakt zur Abendgestaltung
  • Zunahme hochwertiger, einheitlich gestalteter Geschäftsstraßen
  • Vielfalt an Platzräumen gegeben, aber mit verbesserbarer Attraktivität

SCHWÄCHEN:

  • kein klassischer Stadtpark in der Innenstadt (Stadtpark und Westpark außerhalb des Gleisdreiecks; Kortumpark außerhalb und in einem schlechten Zustand)
  • wenige Spielangebote für Kinder
  • wenig Grüngestaltung in den Geschäftsstraßen
  • kaum konsumfreie Räume

Mobilität

Die Erreichbarkeit der Bochumer Innenstadt beeinflusst maßgeblich ihre Attraktivität und Nutzbarkeit. Nach wie vor dominiert bei Besuchern, Kunden, Geschäftsleuten, Dienstleistern und Arbeitnehmern der PKW als individuelles Verkehrsmittel. Durch die zunehmende Digitalisierung von Verkehrsträgern (E-Mobilität, Drohnentaxis etc.) werden in Zukunft jedoch neue Mobilitätsformen und die Nahmobilität (ÖPNV, Radverkehr etc.) zunehmen. Damit werden ganz neue Fragen aufgeworfen hinsichtlich des Nutzerverhaltens, der Stadtstruktur und des Veränderungsbedarfs der Infrastruktur.

STÄRKEN:

  • gute fußläufige Anbindung an Hauptbahnhof und Geschäftszentrum
  • gute Erreichbarkeit durch motorisierten Individualverkehr
  • gute Anbindung an Parkhäuser und Tiefgaragen über das Ringsystem

SCHWÄCHEN:

  • Defizite bei der Radverkehrsinfrastruktur
  • Defizite bei der Ausgestaltung der Nahmobilität/E-Mobilität
  • schlechte Verknüpfung mit CarSharing: relativ wenige Standorte in Bochum, verschiedene Anbieter und Stellplätze meist im Innenstadtbereich z. B. beim Hbf und Rathaus

INFO: Ein Verkehrskonzept für die Innenstadt soll Themen wie Erreichbarkeit der Innenstadt, City-Logistik und Nahmobilität behandeln.

Wohnen & Quartiere

Innenstädte haben seit jeher auch eine wichtige Funktion als Wohnstandort und Spiegelbild des gesellschaftlichen Lebens. Einzelne Wohnquartiere, die unmittelbar an den Stadtkern grenzen, bieten Raum für unterschiedliche Wohnraumangebote und -qualitäten. Hier bilden sich Nachbarschaften und quartiersbezogene Besonderheiten aus. Das Wohnen in den Obergeschossen des Geschäftszentrums hat häufig einen individuelleren Charakter und zeichnet sich durch besonders kurze Wege zur Arbeit sowie zu Kultur- und Freizeitangeboten aus. Da sich die Wohnraumansprüche immer mehr verändern, wird sich auch der Wohnraumbestand in Zukunft weiterentwickeln müssen.

STÄRKEN:

  • Neubautätigkeit soll in kurz- bis mittelfristiger Perspektive deutlich gesteigert werden
  • relativ geringe (marktübliche) Leerstandsquote von Wohnraum im Gleisdreieck

SCHWÄCHEN:

  • viele Zu- und Fortzüge in der Innenstadt
  • Wohnungsbestand in Bochums Innenstadt insgesamt eher alt
  • viele Wohnungen entsprechen daher nicht dem neuesten energetischen Standard

Handel & Kultur

Mit dem Viktoria Karree wird ein integriertes Stadtquartier 15.000 Quadratmeter neue Verkaufsfläche in die Innenstadt bringen. Mit diesem Impuls wird die Innenstadt gestärkt. Zudem hat sich die Handelslandschaft durch die zunehmende Digitalisierung bereits allgemein tiefgreifend verändert. Der Handel vor Ort hat mit verändertem Einkaufsverhalten der Kunden zu kämpfen und muss sich den Herausforderungen des Onlinehandels stellen. Neue individuelle Shopping-Konzepte und Einkaufserlebnisse werden Einzug halten, Funktionsbereiche der Innenstadt und althergebrachte Handelslagen werden sich verschieben, Frequenzen und Anlässe, die Bochumer Innenstadt zu besuchen, werden sich verändern. Häufig sind es dann Kultur- und Freizeitangebote, die wichtige Anziehungspunkte darstellen. Bezogen auf die Bochumer Innenstadt gilt es, die attraktiven Kulturstandorte außerhalb des Gleisdreiecks mit dem zentralen Geschäftsbereich zu verbinden. Der Wandel des Handels wird das Bild der Bochumer Innenstadt auch in Zukunft stark verändern.

STÄRKEN:

  • insgesamt funktionierender Handelsstandort mit gutem Branchenmix und zahlreichen inhabergeführten Geschäften
  • umfangreiches, differenziertes Gastronomieangebot, räumliche Schwerpunkte mit Szenegastronomie (Bermuda3Eck, Viertel vor Ehrenfeld, „Kortländer / Herner Straße“)
  • Nahezu alle publikumsintensiven Kultureinrichtungen (Schauspielhaus, Deutsches Bergbaumuseum, Jahrhunderthalle, Kunstmuseum Bochum, Zeiss Planetarium, Starlight-Express etc.) sind in unmittelbarer Nachbarschaft des Gleisdreiecks verortet.

SCHWÄCHEN:

  • Verkaufsfläche der Geschäfte relativ klein (heutige Nachfrage eher nach größeren Flächen)
  • Durch zu wenige Kaufangebote fehlt ein klares Profil (in Bezug auf die räumliche Ausdehnung, Qualität, Größe, Dichte, Angebotsstruktur)
  • Rückgang der Kundenfrequenz, vielleicht durch Konkurrenzsituation der Innenstadt mit dem Ruhrpark und der Region Ruhrgebiet (Dortmund, Essen)

Gesundheit & Bildung

Bochum ist mit dem Strukturwandel ein wichtiger Bildungs- und Gesundheitsstandort im Ruhrgebiet geworden. Bedeutende Gesundheitseinrichtungen und Unikliniken wie das St. Elisabeth Hospital, das Augusta Krankenhaus und das Joseph Hospital liegen mitten in der Innenstadt. Dazu kommen zahlreiche Facharztpraxen und –zentren. Da es nur noch wenige Bildungseinrichtungen im Gleisdreieck gab, änderte sich das in jüngster Vergangenheit mit dem Standort der Ruhr-Universität (RUB) im sogenannten Bochumer Fenster auf dem Boulevard. Auch mit dem Blue Square als Veranstaltungsort der RUB neben der universitären Einrichtung TFH Agricola in der zentralen Innenstadt und der univercity konnte sich unter anderem das studentische Leben stärken lassen. Denn nach wie vor liegt der große Campus mit der RUB und dem Gesundheitscampus weit vor der Stadt. Wenn es gelingt, diese Einrichtungen mit der Innenstadt zu vernetzten und mehr Schulen zu aktivieren, kann die Bochumer Innenstadt in Zukunft entscheidend von diesen profitieren und neue Anlaufpunkte aufbauen.

STÄRKEN:

  • Vielfalt an Bildungseinrichtungen vorhanden wie VHS, Musikschule, Stadtbücherei, Einrichtungen der RUB (Sporthalle, Blue Square, Forschungs- und Behandlungszentrum für psychische Gesundheit, Außenstelle Juristische Fakultät), Sprachschulen, Bochumer Bildungszentrum, Zukunftsakademie NRW, Einrichtungen für Nachhilfe
  • Vielzahl an Gesundheitseinrichtungen vorhanden wie Ärzte, Apotheken, Krankenhäuser (St. Elisabeth-Hospital, Viktoria-Klinik)

SCHWÄCHEN:

  • Vernetzungspotenzial zu Universität und Gesundheitscampus am Stadtrand 
  • Vernetzungsmöglichkeit der Bildungseinrichtungen (innerhalb und außerhalb der Innenstadt)

Vision Innenstadt 2030

Bereits im Frühjahr 2017 entwickelte sich im geschützten, engagierten Kreis, eine „Vision Innenstadt 2030“. Hier beschreiben drei Perspektiven, wie die Innenstadt als „Stadt des Produktiven Wissens“, „Stadt der Neuen Heimaten“ und „Stadt des vernetzten Stadterlebens“, Vorreiter des digitalen und fühlbaren Stadterlebens werden soll.
Diese Perspektiven bieten dank der Vorarbeit der Visionäre eine Orientierung von der aus Bochums Bürgerinnen und Bürger die Vision weiterdenken sollen, um selbstständig produktive Ansätze zu entwickeln und das ISEK als eine Chance zur Umsetzung ihrer Zukunftsvorstellungen zu nutzen.

Erfahren Sie hier mehr zu den drei Perspektiven.

 

Über folgenden Link können Sie die Dokumentation zum Visionsprozess Bochum Innenstadt 2030 herunterladen: Bochum 2030 Vision Innenstadt (PDF)

Vergangene Veranstaltungen

Für einen Überblick über bereits gelaufene Veranstaltungen finden Sie hier eine Sammlung der Ergebnisse.

6. Nov. 2018 – Auftaktveranstaltung Zukunftsforum Innenstadt

Die Beteiligten und die Inhalte kennenzulernen ist die Grundlage für eine gute Zusammenarbeit. Mit diesem Auftakt-Event wurde die Vision vorgestellt, eine Einführung in das ISEK gegeben und die Zusammenhänge erklärt. Beteiligte konnten erfahren, wie sie sich einbringen können und diskutierten über Themenfelder und Handlungsbedarfe.

Di., 6. November; 18 – 20 Uhr, ROTUNDE
Konrad-Adenauer-Platz 2, 44787 Bochum

Eine Dokumentation der Veranstaltung finden Sie hier:
Protokoll zum Zukunftsforum

So geht’s weiter

Damit Sie auch auf dem Laufenden bleiben, finden Sie hier eine Übersicht der Veranstaltungen an denen Sie zum ISEK teilnehmen können.

Mrz.-Apr. 2019 – Quartiersrundgänge

Hier dreht sich alles um Informationen vor Ort. In einer Kombination aus Infoständen im öffentlichen Raum und Rundgängen/Führungen laden wir Sie ein, sich in folgenden Quartieren einzubringen.

Infostände finden Sie hier:

  • Bermuda3Eck & Viktoriastraße
  • Gerberviertel & Propsteikirche
  • Zentrale Geschäftslage

Dez. 2018 – Bürgerbefragung

In der Öffentlichkeit wollen wir herausfinden, welche Anreize es bereits gibt, im Ruhrpark und in der Innenstadt einkaufen zu gehen. Teilen Sie uns mit, welche Vorteile die Innenstadt aufweisen muss, um stärker genutzt zu werden!

Dez. 2018 + Apr. 2019 – Beteiligung App Stadtsache

Besonders wichtig für die Entwicklung sind natürlich die zukünftigen Stadtnutzer
Bochums. Mit Hilfe der App der Initiative Baukultur beziehen wir jüngere Generationen in die Entwicklung ein, um so ihre besondere Sichtweise auf die Innenstadt zu erfahren. Dadurch klären sich bestimmte nutzerorientierte Handlungsbedarfe und Maßnahmen.

bis 4. Januar 2019 – Online-Beteiligung

Auf dieser Webseite haben Sie die Möglichkeit, die Bochumer Innenstadt auch online in den Blick zu nehmen. Zu sechs Themen können Sie wichtige Hinweise für die weitere Entwicklung der Innenstadt liefern wie beispielsweise: Welche Orte sind besonders bedeutsam? Wo soll etwas verändert, weiterentwickelt oder neu gebildet werden?

Häufige Fragen

Warum erstellt die Stadt Bochum ein integriertes städtebauliches Entwicklungskonzept für die Innenstadt?

Mit der 2017 verfassten Bochum Strategie stellt sich die Stadt dem Veränderungsdruck gesellschaftlicher und wirtschaftlicher Veränderung positiv entgegen. Ziel der Strategie ist es, als gesamtstädtischer Handlungsrahmen zu einer positiven sozialen, wirtschaftlichen, demografischen und ökologischen Stadtentwicklung beizutragen. Mit der Kompetenz „Großstadt mit Lebensgefühl“ wird die Innenstadt direkt angesprochen und mit der neuen Kernaktivität „Innenstadt neu erleben!“ konkret angegangen.

Was ist das Ziel eines integrierten städtebaulichen Entwicklungskonzeptes?

Mit der Erarbeitung eines ISEK Innenstadt, einem integrierten städtebaulichen Entwicklungskonzept, soll sich Bochum auf dem Weg zu einer lebendigen und lebenswerten Innenstadt auch zukünftig den entsprechenden Herausforderungen stellen. Da sich ein ISEK direkt vor Ort auswirkt, findet Bochum darin ein Mittel zur (Fördermittel-)Unterstützung, um die Probleme der Innenstadt vor allem mit ihren Potenzialen und ihren Stärken zu beheben und einen aktiven Wandel zu ermöglichen.

Was ist bis jetzt passiert?

Bereits Ende 2016 bis Frühjahr 2017 entwickelten sich im kleinen engagierten Kreis erste Ideen für ein zukünftiges Stadtbild. Die dabei entstandenen drei Visionen beschreiben in der „Bochum 2030 Vision Innenstadt“, wie die Innenstadt Vorreiter des digitalen und physischen Stadterlebens werden soll. Die Stadt Bochum setzte sich in der „Bochum Strategie“ mit gegenwärtigen und künftigen Herausforderungen auseinander, um die Probleme der Innenstadt an der Wurzel zu packen.

Welche Themen werden besprochen?

Aus der bereits 2017 durchgeführten Denkfabrik „Bochum 2030 Vision Innenstadt“ und der 2017 entstandenen Bochum Strategie sind drei verschiedene Perspektiven entstanden. Als Stadt des Produktiven Wissens, der Neuen Heimat und des vernetzten Stadterlebens soll die Innenstadt Vorreiter des digitalen und physischen Stadterlebens werden. Dazu werden Themen wie Stadtbild & Image, Plätze & Freiräume, Mobilität in der Innenstadt, Wohnen im Quartier, Handel & Kultur sowie Gesundheit & Bildung bearbeitet.

In welchen Etappen findet die Erstellung des ISEK statt

Die Erstellung des ISEK Innenstadt folgt der üblichen Abfolge für die Erstellung von integrierten städtebaulichen Entwicklungskonzepten: Analyse, Definition von Handlungszielen und -feldern, Entwicklung von Maßnahmen und Projekten, Priorisierung der Maßnahmen und Erarbeitung eines Maßnahmen-Zeit-Kosten-Plans für die nächsten Jahre mit ersten Schätzungen der Planungs- und Baukosten. Der abgestimmte Entwurf des ISEK Innenstadt soll im Herbst 2019 dem Rat der Stadt Bochum zum Beschluss vorgelegt werden.

Wann ist das ISEK fertig?

Ziel ist es im Sommer 2019 ein Handlungsprogramm für die nächsten 5-10 Jahre aufzustellen, in dem die Vielzahl an öffentlichen und auch privaten Projekten und Maßnahmen zusammen dargestellt und in eine zeitliche Abfolge gebracht werden. Ende 2019 möchte die Stadt Bochum den ersten Antrag auf Städtebaufördermittel für die Innenstadt bei der Bezirksregierung Arnsberg einreichen. Die Antragstellung für die bereits im ISEK vorab festgelegten Projekte erfolgt einmal jährlich. Für die Antragstellung sind die einzelnen Maßnahmen und Projekte zu konkretisieren, so dass eine Umsetzungsreife geschaffen wird. Mit der Erstellung des ISEK fängt die Arbeit also erst richtig an.

Wer entscheidet darüber, wie die Innenstadt 2030 aussehen soll?

Auf Grundlage der Beteiligung entsteht das ISEK durch die Zusammenarbeit von verschiedenen Schlüsselakteuren, dem ämterübergreifenden Dialog der Stadt Bochum und der steg Stadtentwicklungsgesellschaft NRW. Das Konzept wird nach Beratungen in den politischen Gremien durch den Rat der Stadt Bochum beschlossen. Nach Beendigung der Erstellung des ISEK werden die Ergebnisse 2019 in einem weiteren Zukunftsforum vorgestellt, doch noch ist der Prozess einer integrierten Stadtentwicklung nicht abgeschlossen.

Wer wählt die Projekte aus, die umgesetzt werden?

Die einzelnen Projektvorschläge und -ideen aus den verschiedenen Beteiligungsformaten werden durch die Fachämter der Stadt Bochum auf ihre Umsetzbarkeit hin überprüft und ggf. angepasst. Für das ISEK wird dann eine Priorisierung von Projekten und Maßnahmen unter Berücksichtigung der Durchführbarkeit vorgenommen.

Warum gibt es ein Beteiligungsverfahren?

„BO wird BÄM!“ ist der Beteiligungsprozess zu dem integrierten städtebaulichen Entwicklungsprojekt, das auch durch Ihr Expertenwissen getragen wird. Diese gemeinsame Wissens- und Entwicklungsproduktion nennen wir Co-Kreationsprozess. Damit unterstützen wir Akteure der Stadt, ihre Projekte auf breitem Wissen zu gründen, das in gemeinschaftlicher Arbeit von unterschiedlichen Experten entwickelt wird. Die hierbei gewonnen Erfahrungen fließen in alle Projekte.

Wie kann ich mitmachen?

Wir hoffen auf eine vielstimmige Beteiligung, bei der es zahlreiche Möglichkeiten für die Öffentlichkeit und die Fachwelt gibt, sich mit Ideen und Lösungsvorschlägen in die Stadtentwicklung einzubringen. Es gibt viele Gelegenheiten vor Ort, zu denen Informations- und Diskussionsveranstaltungen, Quartiersstände und -rundgänge sowie Kundenbefragungen gehören, für die Sie sich nicht anmelden müssen. Außerdem bietet das Online-Beteiligungstool auf dieser Webseite ab dem 06.11.2018 bis zum 4. Januar 2019 die Möglichkeit, die Bochumer Innenstadt auch unabhängig von den Veranstaltungen in den Blick zu nehmen. Dort werden in 6 Schritten die verschiedenen Themenblöcke auf einer Karte verortet, wobei Sie es in der Hand haben zu entscheiden, welche Orte besonders bedeutsam sind und wo sich etwas verändern, wo etwas weiterentwickelt oder neu gebildet werden soll. Bereits im Voraus können Beteiligte den Planern und Entwicklern einen Eindruck von ihrer persönlichen Innenstadt vermitteln und die kommenden Entwicklungen mit beeinflussen.

Wann startet der Beteiligungsprozess?

Im November 2018 startet „BO wird BÄM!“, der Beteiligungsprozess zur Innenstadt, mit dem Ideen für eine attraktive Innenstadt entwickelt werden sollen. Alle Interessierten sind eingeladen. Zeitgleich finden Veranstaltungen und Workshops für Schlüsselakteure statt. Nach der Abstimmung des erarbeiteten Entwurfs wird das ISEK voraussichtlich im zweiten Halbjahr 2019 dem Rat der Stadt zum Beschluss vorgelegt.

Wo kann ich mich zum aktuellen Stand der Planung informieren?

Es wird verschiedene Veranstaltungen geben. Einen Überblick bietet diese Webseite. Hier ist auch die Anmeldung für den Newsletter möglich, der regelmäßig über die aktuellen Entwicklungen informiert.

 

Welche Veranstaltungen finden vor Ort statt?

06.Nov.2018 – Auftaktveranstaltung Zukunftsforum Innenstadt

Die Beteiligten und die Inhalte kennenzulernen ist die Grundlage für eine gute Zusammenarbeit. Mit diesem Auftakt-Event werden die Vision vorgestellt, eine Einführung in das ISEK gegeben und die Zusammenhänge erklärt. Sie erfahren, wie Sie sich beteiligen können und diskutieren über Themenfelder und Handlungsbedarfe.

Nov. 2018 + Mrz.-Apr. 2019 – Quartiersrundgänge

Hier dreht sich alles um Informationen vor Ort. In einer Kombination aus Infoständen im öffentlichen Raum und Rundgängen/Führungen laden wir Sie ein, sich in folgenden Quartieren einzubringen.

Infostände finden Sie hier:

      • Quartierspaziergang rund um den Imbuschplatz & Kortländer

      03.11.2018, 14.00 Uhr (ca. 1,5h)

      Treffpunkt: Stühmeyerstraße 33 / KoFabrik (unterm Torbogen)

      Es ist keine Anmeldung erforderlich.

      • Bermuda3Eck & Viktoriastraße
      • Gerberviertel & Propsteikirche
      • Zentrale Geschäftslage

Dez. 2018 – Bürgerbefragung

Zukünftiges Shoppen in der Innenstadt am 07.12.2018 Bürgerbefragung

Ort: Direkt im RuhrPark
Freitag, 07.12.2018
15.00 – 18.00 Uhr

Direkt vor Ort, zwischen 15.00 und 18.00 Uhr, möchten wir von Ihnen wissen, welche Anreize es bereits gibt, im Ruhrpark und in der Innenstadt einkaufen zu gehen. Teilen Sie uns mit, welche Vorteile die Innenstadt aufweisen muss, um stärker genutzt zu werden. Auch hier freuen sich das Team der Stadterneuerungs- und Stadtentwicklungsgesellschaft steg NRW im Auftrag der Stadt Bochum auf Ihre Meinungen und Hinweise.

Es ist keine Anmeldung erforderlich.

Dez. 2018 + Apr. 2019 – Beteiligung App Stadtsache

Besonders wichtig für die Entwicklung sind natürlich die zukünftigen Stadtnutzer
Bochums. Mit Hilfe der App der Initiative Baukultur beziehen wir jüngere Generationen in die Entwicklung ein, um so ihre besondere Sichtweise auf die Innenstadt zu erfahren. Dadurch klären sich bestimmte nutzerorientierte Handlungsbedarfe und Maßnahmen.

 

Weitere Infostände folgen im kommenden Jahr und werden auch über den Newsletter angekündigt.

Mehr Informationen zur Bochum 2030 Vision Innenstadt und zur Bochum Stragie finden Sie unter:

Bochum 2030 Vision

Die Bochum Strategie

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